Niemand redet gerne über Bildbeschreibungen

Niemand redet gerne über Bildbeschreibungen

Julia hatte ihre Website komplett überarbeitet. Neue Texte, bessere Struktur, schnellere Ladezeiten. Trotzdem blieb der Traffic aus der Google-Bildersuche bei null.

Sie hatte 80 Bilder auf ihrer Seite. Jedes Alt-Attribut war leer oder enthielt „bild1.jpg".

Alt-Texte schreiben fühlt sich an wie Steuererklärung ausfüllen. Notwendig, aber niemand macht es gerne. Julia schob es monatelang auf.

Im Januar 2025 nahm sie sich einen Nachmittag Zeit. Sie ging durch jeden Artikel und beschrieb, was auf dem Bild tatsächlich zu sehen war. Nicht „Frau am Laptop", sondern „Frau prüft Analytics-Dashboard mit Trafficzahlen auf MacBook."

Drei Monate später tauchten ihre Bilder in der Google-Bildersuche auf. Nicht massenhaft, aber konstant. Etwa 40 Besucher monatlich kamen jetzt über Bilder.

Das Interessante: Diese Besucher hatten eine höhere Verweildauer als der Durchschnitt. Wer über ein Bild kommt, sucht etwas Spezifisches und liest den zugehörigen Text oft komplett.

Alt-Texte sind unsexy. Aber sie sind auch eine der wenigen Optimierungen, die praktisch niemand macht. Genau deshalb funktionieren sie.

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